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Das war BRANDNEU! im Jahr 2003
31. Oktober Termin für den
7. Scheune-Schaubuden-Sommer steht fest. Der
nächste Scheune-Schaubuden-Sommer findet vom 1. bis zum 10. Juli
2004 statt.
13. Juli, 12:29 "Alles
geht einmal zu Ende..........." Ein Raunen und Seufzen
ging durch das Publikum, als heute Morgen 1.30 Uhr mit dieser Textzeile
eines alten Schlager das Finale auf der großen Treppe eingeleitet
wurde. Es lag eine wunderschöne Sanftheit über diese letzte
Nacht. "Krambambuli", mit ihrem speziellen schräg-liebenswürdigen
Swingsound haben uns eine tolle Abschlussparty bereitet. Bis früh
um Fünfe war auf der Tanzfläche kein Quadratzentimeter freier Platz
zu finden. Was meint Ihr, war es nicht wieder ein "Landeplatz
für Engel" unser kleines Schaubudenfestival? Und dass, obwohl
es kaum geregnet hat!
LANDEPLATZ FÜR ENGEL
Freunde Sie winken und grüßen und
lachen mich so lustig an, daß ich ganz heiter werde. Sie reichen mir auch die
Hände und bewegen so zierlich die weißen Finger. Ich würde wohl mit denen da
drüben gut auskommen - doch sie sind ja so fern - sie stecken alle in den
Wolken - und die Wolken sind hoch. Wenn´s doch regnen möchte! Dann müssen sie ja
runterkommen! Es regnet aber nicht.
(Paul Scheerbarth)
Mit dieser Hommage an die unvergessliche Installation "Landeplatz
für Engel", die ZIGURI EGO ZOO vor zwei Jahren beim Schaubudensommer
2001 präsentierte, sagen wir Euch Tschüss, bis irgendwann einmal. Demnächst
könnt Ihr hier aktuelle Fotos vom diesjährigen Schaubudensommer
finden.
(Die Festivalnotizen hat Helmut Raeder für Euch aufgeschrieben)
12. Juli, 17:20 Wahnsinnsnacht! Das
war schon sehr heftig, was da gestern Nacht in der Schaubudenstadt
abging. Kaum konnte man noch treten, die Buden krachvoll, die Schlange
am Tresen bedenklich..............Gegen 2.00 Uhr in der früh wurde
es langsam wieder gemütlich, und man konnte ohne viel Mühe einen
Sessel auf der Terrasse ergattern, in die Sterne schauen und genießen
wie der Stress langsam nachlässt. Es ist wie immer: Zum Schluss
haben auch die Letzten ausgeschlafen und wollen noch schnell Schaubudenluft
schnuppern. Nun, diese Luft war gestern ziemlich vom Staub gesättigt,
denn von Wiese gibt es (leider) keine Spur mehr. Die Wiese wieder
hinzukriegen dürfte für die Scheune-Truppe eine echte Herausforderung
sein. Nun, es steht zu befürchten, dass es heute - zur letzten
Nacht - nicht viel anders wird. Aber wir wollen keinen den Spass
verderben und werden wohl auch den heutigen Massenansturm irgendwie
zu allgemeinen Zufriedenheit bewältigen können. Und wenn dann gegen
1.00 Uhr die wirklich allerletzten Vorstellungen gelaufen sind,
hängen wir noch ne Party rann! Das lassen wir uns nicht nehmen.
Und das schöne ist, Ihr könnt alle Mitfeiern! Also, bis gleich.
11. Juli, 12:03 Avner! Die
letzte Nacht war eindeutig die Nacht des Avner Eisenberg. Messungen
haben ergeben, dass das Publikum nach seiner Show um ca. 3 cm größer
war als vor seiner Show. Das muss wohl am Schwebezustand gelegen
haben, in das Avner sein Publikum versetzt hat. Mundwinkelmessungen
mussten leider abgebrochen werden, da die Skala unseres Mundwinkelmessers
für die vorgefundenen Extremwerte nicht ausgelegt war. Auch die
ohnehin erhöhte Leucht- und Strahlkraft der Augen des Schaubudenpublikums
hat noch um einige Prozent zugelegt! Es wird wohl so sein, Schaubudengänger
leben lebendiger und länger- auch ohne Diät! Heute ist die letzte
Gelegenheit Avners Show im Scheune-Saal zu erleben (21.00 / 22.00
/ 23.00 Uhr)! Außerdem ist eine Programmänderung zu vermelden
die viele freuen wird: Heute spielen noch einmal Debbsch & Lebbsch
ihre Patho-Show "Körperwelten 03", und morgen ist Locci
nicht mit Löccchen auf der Budenbühne, sondern mit dem exzellenten
Musikanten vom Wandertheater "Ton und Kirschen" Boris
Sichon.
10. Juli, 12:06 Avner Eisenberg
schon da! Vielleicht ist gestern Nacht dem einen oder anderen
ein Mann mit langen, grauen Bart aufgefallen, der mit wachen, leuchtenden
Augen über den Schaubudenplatz schlenderte. Avner Eisenberg nutzte
seinen Ankunftstag um sich möglichst viele Vorstellungen der Kollegen
anzuschauen, bevor er heute und morgen selbst seine Show im Scheune-Saal
zeigen wird (sein Favorit gestern Nacht: Kritish Airways!!!). Avner
Eisenberg studierte Theater in Washington und ging danach nach Paris,
um bei Jacques LeCoq Pantomime zu studieren. Anschließend tourte
er mit Straßentheatern durch Europa. Zurück in den Staaten unterrichtete
er an Carlo Clementis Schule für Commedia dell´arte das Fach "Komik
in der Körpersprache". Manchem dürfte er als komischer Heiliger
in "Das Juwel vom Nil" neben Kathleen Turner und Michael
Douglas noch in Erinnerung sein. Mit seiner One-man-show "AVNER
THE ECCENTRIC", von der er beim Schaubudensommer eine Kurzfassung
präsentieren wird, hatte Avner Eisenberg am Broadway über Monate
riesigen Erfolg. Er gewann u.a. Preise beim Edinburgh Theaterfestival,
beim Zirkusfestival Monte Carlo, beim Humorfestival Arosa und bei
der Lachmesse in Leipzig. Herzlich Willkommen Avner! (Spielzeiten
heute und morgen: 21.00 / 22.00 / 23.00 Uhr, jeweils ca. 30 Minuten
im Scheune - Saal)
8. Juli, 11:47 Anna,
wir lieben Dich! Geradezu Unglaubliches passiert Nacht für
Nacht im Spiegelsaal unserer kleinen Schaubudenstadt. Wenn die letzten
Shows nach Mitternacht vorbei sind, denkt niemand daran nach Hause
zu gehen, sondern die Massen drängen sich vor dem kleinen Musikpodium
und warten das "es" wieder passiert. Heute Morgen, gegen
1.00 Uhr passierte "es" wieder: Anna Mateur, in
ihrem einzigartigen Outfit, zelebriert ihren Tanz an der Stange
(ja , endlich haben wir auch zeitgenössisches Tanztheater in unserem
Programm!), um anschließend mit ihren liebsten Songs das Publikum
zum schreien, heulen, lachen, toben zu bringen. Anna Mateur
braucht ganze 15 Minuten um unseren Spiegelsaal in einen Hexenkessel
der Gefühle zu verwandeln. Oh Anna, Du bringst uns um den
Verstand! ( Achtung! Heuten Nacht, nach den letzten Shows
in den Schaubuden, letzter Auftritt von Anna Mateur und
Flutopfer Hans Petzold am Piano) Fast könnte man sagen,
Anna gehört zur Schaubuden-Generation. Seit Jahren schon ist
sie Sommer für Sommer als Zuschauer beim Schaubudenfestival dabei,
hat die einzigartige Anna Arregger aus der Schweiz erlebt und die
große Heleen Suiker aus den Niederlanden bewundert. Ein paar Tage
vor dem diesjährigen Festivalbeginn haben wir dann ihren Auftritt
im Spiegelsaal verabredet. Das war also eine ziemlich spontane
Sache von Ihr und uns. Auch jetzt, währen das Festival läuft, kommen
jeden Abend junge Künstler auf den Platz, erzählen, dass sie schon
seit Jahren Schaubuden-Fans sind, dass sie gern mit einer kleinen
Show auftreten möchten. Bisher konnten wir jedem diesen Wunsch erfüllen,
wenn auch manchmal erst nach Mitternacht, wenn die regulären Vorstellungen
gelaufen waren. Auch für heute Abend hat sich eine Tänzerin angekündigt,
die einen Feuertanz auf dem Platz präsentieren will. Wir sind gespannt!
Und wir sind gespannt, was sich in den nächsten Nächten noch so
ganz spontan ergibt.
5. Juli, 13:06 Tips und Tricks Nachdem
die ersten zwei Schaubuden-Nächte gelaufen sind, und schon am ersten
Abend einige Buden wegen Überfüllung nicht mehr alle Besucher reinlassen
konnten, ist es wohl ganz nützlich folgende Tip zu beachten: Zeitiges
Kommen sichert auch in der Schaubudenstadt die besten Plätze. Heissbegehrt
sind natürlich die Terrassenplätze, von denen man über den ganzen
Platz den besten Überblick hat. Also heißt es als erstes, einen
dieser Tische für sich zu reservieren. Im Moment bekommt man auch
in den ersten Vorstellungen, die heute z.B. 20.30 Uhr beginnen (Toon
Maas aus den Niederlanden mit SOLODUETT im Roten Rund), noch ohne
viel Stress gute Plätze. Im TamTam Theater (Objektomania-Zelt) kann
man sich bei der attraktiven Kassendame Plätze reservieren zu lassen.
Auch im Scheune-Saal sollte es wegen seiner Platzkapazität eigentlich
möglich sein, immer Plätze zu ergattern. Heute und morgen spielt
dort die hochkarätige internationale Clowns-Comedy Truppe "Fast
Fool Theatre" (nicht verpassen!!!). Und wenn man es mal nicht
schafft zu Wunschvorstellung zu kommen, sollte man die Zeit unbedingt
nutzen in die Buden der Installationskünstler hineinzuschauen (
Das Orakel , Fatalia-Spiegelkabinett, Maschinentheater "WALA-KULA",
Blue -Lab mit interaktiver Klang&Bild-Installation, Theatre
of the dream). Es gibt also jede Menge zu entdecken, und man kann
nur jedem raten die Festivaltage dafür zu nutzen, denn in ein paar
Tagen schon ist alles wieder vorbei.......... Noch in Tip für
Frühaufsteher: Gestern ging es im Spiegelsaal noch bis früh um Fünfe.
Ein Pianist aus dem Publikum hatte einige Jazz-Standards drauf,
die er wirklich gut interpretierte. Eigentlich kein Wunder! Denn
nach jedem Titel verpassten ihm die Stewardessen von KRITISH AIRWAYS
eine Nacken- & Kopfmassage. Die Motivation gute Musik zu machen,
war also ziemlich extrem (Wer die Stewardessen von KRITISH AIRWAYS
kennt, weiss warum). Später kamen noch ein paar Strassenmusiker
dazu, die Leute haben getanzt.... eine wirklich angenehme Art den
neuen Tag zu begrüßen!
Pressestimme (Norbert Seidel in der
DNN vom 5.06.2003) "......egal ob man sich die zeitgenössische
Kunstkeule oder ein kühles Blondes auf der bunten Kram-Burg geben
möchte- dieser Schaubudensommer wird wohl kaum jemanden ohne ein
kleines, glückliches Lächeln von Dannen ziehen lassen. Ein großer
Spielplatz für Junggebliebene und Junge mit dem Hang zum außergewöhnlichen,
zum Total-Theater, ein archaisch-verrümpelter, klapprig-komischer
Kosmos zum Entdecken."
4. Juli, 2:33 Endlich ist
es soweit Der Schaubudensommer 2003 hat begonnen. Einen
ersten Eindruck vermitteln die beiden folgenden Fotos.
1. Juli, 9:22 Alle Wetter! Ein
spannendes Thema für alle open Air -Veranstalter ist natürlich des
Wetter. Nun haben unsere Schaubuden zwar alle ein wetterdichtes
Dach, und sogar unser kleines Schaubudencafé mutiert dieses Jahr
zum 100 m² großen, überdachten Spiegelsaal, aber schönes Wetter
ist natürlich auf keinen Fall zu verachten. Schließlich sollen unsere
Gäste möglichst trockenen Fußes zu uns kommen können. Jedenfalls
ist es kaum zu vermeiden, dass man als Veranstalter Tage vorher
schon die diversen Wetterdienste im Internet abruft. Am beliebtesten
sind die Wetterseiten, die grundsätzlich schönes Wetter voraussagen.
Die zieht man sich mit heller Begeisterung rein. Dann gibt es Dienste,
bei denen ist es genau umgekehrt. Mann hat den Eindruck, für jede
Interessengruppe gibt es einen passenden Wetterbericht- für die
Bauern wird Regen vorhergesagt und für die Veranstalter laue Sommernächte.
Wie dem auch sei, wir hatten eigentlich immer Glück mit dem Wetter
beim Schaubudensommer. Vor drei Jahren hatte es uns allerdings einige
Tage ziemlich hart erwischt. Die "lauen Sommernächte"
waren nur mit Skiunterwäsche unter dem Frack durchzustehen. Unsere
größte Bewunderung galt damals den beiden holländischen Schauspielerinnen
vom "Canapé für zwei", die trotz ihrer hauchzarten Kostüme
das Publikum mit einem wundervollen Lächeln auf ihrer Verwöhncouch
umgarnten.
29. Juni, 20:55: Die
Oberwiler Rechtschreibreform von 1954 Dem aufmerksamen Leser
der Texte mit denen sich die Künstler präsentieren, mag an der einen
oder anderen Stelle die eigenwillige Schreibweise aufgefallen sein.
Nun, das liegt selbtverständlich nicht an der Nachlässigkeit oder
gar Unwissenheit unserer Redakteure. Wir verwenden schlicht uind
einfach die Schreibweise des kleinen schweizerischen Bergdorfes
Oberwil. Dort gilt bis heute die Oberwiler Rechtschreibreform von
1954. Nun mögen Sie fragen, "warum machen die das"? Das
liegt an unserer lieben Schaubudenaktivistin der ersten Stunde Anna
Aregger-Islam, die schon als kleines Kind in den Wäldern um Oberwil
Beeren, Pilze und Stöckchen sammelte. Jetzt ist Anna mit Kind und
Kegel in Basel und kann dieses Jahr nicht nach Dresden kommen, was
wir sehr schade finden. Aber vielleicht klappt es ja nächstes Jahr.
28. Juni, 18:51: Schaubudensommer
kurz vor der Eröffnung Langsam nimmt die Schaubudenstadt
hinter der SCHEUNE Konturen an. Wer nicht bis zur Festivaleröffnung
am Donnerstag warten will, kann ja schon mal gucken kommen. Vorfreude
ist ja bekanntlich die schönste Freude. Wir werden auch keinen daran
hindern mitzumachen beim Aufbauen und Gestalten, denn es ist wie
immer: Die Arbeit nimmt einfach kein Ende. Zur Belohnung gibt´s
ein (tolles!) Programmheft frisch aus der Druckerei. Alle die nur
das Programmheft wollen, müssten 1,- berappen. Am dringensten
werden übrigens Schriftmaler gesucht. Wenn jemand irgendwelche
Fragen oder Kommentare hat, kann er die gern hier loswerden (info@schaubudensommer.de). Bis bald!
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