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XII. Scheune Schaubuden Sommer

Ihr naht Euch wieder, wankende Gestalten,
Die übers Jahr im trüben Nirgendwo geweilt!
Willkommen, Freaks, Poetenpack, ihr Durchgeknallten,
die ihr mit schönem Wahnsinn jeden Kummer heilt!

Die Zelte stehn, die Buden sind gezimmert.
Es riecht nach Glückshormonen, Rindenmulch und Schweiß.
Die Bühne knarkst, die Violine wimmert,
Der Prinzipal hält rufend sich den Steiß:

„Ein jedes Nachtgewächs kann hier gedeihen,
Ein jeder staunt und feiert, was er kann.
Und weißbehemdet sehe ich die Reihen:
Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan!“

Archiv 2008